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Gibt es eine Therapie?

Die angeborene Sehstörung Achromatopsie ist bisher nicht heilbar. Weder Medikamente noch Therapien führen zu einer Besserung.

Nur geeignete Hilfsmittel und gesammelte Erfahrungen der Betroffenen erleichtern den Umgang mit der Sehstörung.

Forschung zur Gen-Therapie

Ein Wissenschaftlerteam um Prof.Dr. Bernd Wissinger  und Prof. Dr. Dominik Fischer an der Augenklinik der Universität Tübingen forscht derzeit an einer gentherapeutischen Behandlung. Eine Gruppe von 9 Patienten wurde seit Oktober 2016 weltweit erstmals behandelt. Erste Ergebnisse werden Mitte 2018 erwartet.

 

Nachfolgend einige Presseartikel zum Gen-Therapie-Projekt an der Uni-Augenklinik in Tübingen.

ÄrzteZeitung 4.4.2016  zum Artikel

Bericht Medica-Messe  2017 zum Artikel

Im Achromatopsie-INFO für Mitglieder der Achromatopsie Selbsthilfe wurde 2017 und 2018 Berichte zur Gen-Therapie veröffentlicht.

Auf der Internetseite der RD-CURE-Forschungsgruppe finden sich aktuelle Informationen:

 http://www.rd-cure.de 

Immer wieder werden im Internet Sensationsmeldungen verbreitet, aus denen man schließen könnte, dass Achromatopsie heilbar wäre, z.B. mit solchen Schlagzeichen:

"Er sieht die Welt zum ersten Mal in Farbe - und seine Reaktion ist unglaublich"

Es werden Brillen beworben, die es Menschen mit Farbschwächen, wie z.B. der Rot-Grün-Schwäche, ermöglichen, diese Differenzierung besser wahrzunehmen. Die Beschichtung  der Brillengläser erhöht die Kontraste zwischen den Farben und erleichtert dem partiell Farbenblinden die Differenzierung.

Wenn aber eine völlige Farbenblindheit wie bei Achromaten vorliegt, ist dieser Effekt nicht zu erreichen.